Am 16. Januar 2023 waren Vertreter der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora e.V. in das Büro der Abgeordneten Susanne Hennig-Wellsow, MdB (Die LINKE), eingeladen worden.
Sie überreichte uns einen Scheck für unsere ehrenamtliche Arbeit, insbesondere für die Treffen der Nachkommen, die jährlich in Buchenwald anlässlich der Selbstbefreiung des Konzentrationslagers Buchenwald stattfinden.
Diese großzügige Spende hilft uns sehr. Ein großer Dank den Linken der Bundestagsfraktion im Deutschen Bundestag.
Es kam auch zu einem interessanten Gespräch, in dem wir über unsere Arbeit berichteten. Susanne Henning-Wellsow hörte uns aufmerksam zu und stellte viele Fragen.
Sie zeigte uns, dass die Linke an unserer Seite steht.
Text: Ditte Liebing
v.l.n.r.: Peter Lehmann, Susanne Hennig-Wellsow, Ditte Liebing und Wilfried Beata
Wir freuen uns über das Interesse an den Feiern zum Jahrestag der Befreiung von Buchenwald. In Dresden zum Beispiel laden die VVN und ‚Die Linke‘ dazu zu einer Busreise am 16. April 2023 auf den Ettersberg ein:
Jetzt erst recht, wir lassen uns nicht einschüchtern, die Bäume wachsen wieder und für jeden geschändeten Baum pflanzen wir mindestens einen Neuen.
Unter dieser Losung trafen sich am 07. Dezember 2022 mehr als 100 engagierte Bürgerinnen und Bürger auf dem Ettersberg. Die feierliche Zeremonie fand wegen des unwirtlichen Buchenwaldwetters im Kinosaal der Gedenkstätte Buchenwald statt.
Folgende 20 Baumpatinnen und Baumpaten pflanzten 21 „Solidaritätsbäume“:
Auschwitz-Komitee in der BRD e.V.
Bündnis 90/Die Grünen Weimar und Katrin Göring-Eckardt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages
Landesverband Lebenshilfe Thüringen e.V. und seine Mitgliedsorganisationen
Lebenshilfe Berlin e.V.
Omas gegen Rechts Wetterau
Paritätische BuntStiftung Thüringen
Patricia Jane Rabkin MA
Regionalstiftung der Kreissparkasse Gotha
Dr. Eva-Maria Rehm und Stefan Giese-Rehm
Schalker Fan-Initiative
Stadt Uetersen Kreis Pinneberg
TVVdV-BdA Landesverband Thüringen e.V.
VVN-BdA Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V
Dr. Joachim Wieler
Herr Justus Lencer, Aufsichtsratsvorsitzender des Lebenshilfe Werks Weimar/Apolda, stimmte in seiner Begrüßung alle darauf ein, standhaft zu sein, Mut zu haben, sich jederzeit für Frieden, gegen Fremdenfeindlichkeit, gegen Antisemitismus und Rassismus einzusetzen und sich allen rechten Tendenzen entgegenzustellen.
In ihren Redebeiträgen betonten
Bodo Ramelow, Ministerpräsident des Freistaates Thüringen
Peter Kleine, Oberbürgermeister der Stadt Weimar
Prof. Dr. Jens-Christian Wagner, Stiftungsdirektor Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
Katrin Göring-Eckardt, Vizepräsidentin der Deutschen Bundestages
Antje Tillmann, Vorsitzende der Lebenshilfe Landesverband Thüringen und Abgeordnete des Deutschen Bundestages
Jens Ewald, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Uetersen
Oliver Vornfeld, Mitglied im Auschwitzkomitee in der BRD
Angelika Ungerer, Omas gegen Rechts Wetterau
Reinhold Loch, Mitglied in der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora e.V.
die Bedeutung des Projektes 1000 Buchen für das Wachhalten der Erinnerung an die Naziverbrechen, ihre Betroffenheit und ihre Empörung über die wiederholten Baumschändungen. Alle riefen dazu auf, wachsam zu sein, nicht wegzusehen und sich durch rechte Übergriffe nicht einschüchtern zu lassen. Gemeinsames Handeln gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Form von Ausgrenzung zur Verteidigung der Demokratie wurde angemahnt.
Das Versprechen, für jeden geschändeten Baum einen neuen Baum zu pflanzen, wurde erneuert und versprochen das Erinnerungsprojekt 1000 Buchen für Buchenwald des Lebenshilfe Werks Weimar/Apolda jederzeit weiter zu unterstützen.
Danach nutzten viele Teilnehmer die Möglichkeit, die an der Marienhöhe und Herders Ruh oberhalb von Weimar gepflanzten Bäume symbolisch anzugießen. Das Buchenwaldwetter mit Frost, Regen und Schnee vermittelte uns allen einen kleinen Eindruck davon, was die Häftlinge im Winter auf dem Ettersberg erleiden mussten.
Für mich war es erstaunlich, dass erst Bäume geschändet werden mussten, um alle gesellschaftlichen Gruppen zusammenzubringen, aber auch eine große Hoffnung, zukünftig gemeinsam zu handeln.
Am Wochenende vom 04. bis 06. November 2022 fand das Treffen des Netzwerks der Lagerarbeitsgemeinschaften in Pirna statt. Beteiligt waren Vertreterinnen und Vertreter von Lagerarbeitsgemeinschaften und Lagergemeinschaften der KZ Gedenkstätten Bergen-Belsen, Ravensbrück, Sachsenhausen, Bund Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer Oberösterreich (Mauthausen/Gusen), Sachsenburg, Buchenwald und der VVN-BdA (Bund). Mit weiteren geschichtspolitischen Aktiven tauschten sie sich aus und besuchten das ehemalige Frühe Konzentrationslager Hohnstein und die Gedenkstätte Pirna Sonnenstein. Begleitet wurden wir von Steffen Richter vom AKuBiZ e.V., der uns durch die Burg Hohnstein führte, sowie von Daniel Brade, Bürgermeister von Hohnstein, und vom Oberbürgermeister von Pirna, Klaus-Peter Hanke.
Burg Hohnstein war 1933/34 ein Frühes Konzentrationslager, in dem schätzungsweise 5600 Menschen inhaftiert wurden. Die meisten waren politische Gegner*innen des Faschismus, unter ihnen 109 Frauen und ca. 400 Kinder und Jugendliche
Burg Hohnstein
Gruppenbild über dem „Schleifstein“ Gisela Heiden von der LAG Sachsenburg berichtet auf Burg Hohnstein von ihrem Großvater, der als Kommunist in diesem Frühen Konzentrationslager gefangen war und Zeugnis über die Ermordung eines Mithäftlings ablegte.
Gruppenbild
Bild vom Keller mit den Überresten der Öfen Gedenken in der Tötungsanstalt Sonnenstein. In dieser Heil- und Pflegeanstalt ermordeten die Nazis 1940/41 im Rahmen der sog. „Aktion T4“ rund 13720 vorwiegend psychisch kranke und geistig behinderte Menschen.
Keller
Gemeinsame Beratung der Vertreterinnen und Vertreter am Sonntagvormittag
Jetzt erst recht, wir lassen uns nicht einschüchtern, die Bäume wachsen wieder und für jeden geschändeten Baum pflanzen wir mindestens einen Neuen.
Unter dieser Losung trafen sich am 16. November 2022 mehr als 60 engagierte Bürgerinnen und Bürger am Standort der geschändeten Bäume an der Ettersburger Straße zu Beginn der Blutstraße auf Initiative der Stadt Weimar, des Lebenshilfe Werks und der LAG Buchenwald-Dora e.V. (LAG), um in einer bewegenden Pflanzzeremonie für die 7 geschändeten Bäume 7 Bruderbäume zu pflanzen.
Der Oberbürgermeister der Stadt Weimar Peter Kleine, der stellvertretende Direktor der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora Dr. Neumann-Thein, die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Petra Pau, Herr Julien Acquatella von der französischen Botschaft, die Geschäftsführerin des Lebenshilfe Werks Weimar Apolda Rola Zimmer, der Aufsichtsratsvorsitzende des Lebenshilfe Werks Justus Lencer, die Baumpatinnen und Baumpaten der geschändeten Bäume, Dr. Ingrid Heyser, Sprecherin der VVN-BdA Sachsen, Herr Dr. Volkhardt Germer, Vorsitzender des Fördervereins Buchenwald e.V., viele LAG-Mitglieder und zahlreiche Freundinnen und Freunde hörten in den Redebeiträgen, dass der Schwur von Buchenwald, den die befreiten Häftlinge am 19. April 1945 auf dem Appellplatz ablegten: „den Nazismus mit seinen Wurzeln auszurotten und eine Welt des Friedens und der Freiheit aufzubauen„, aktueller den je ist.
Herr Justus Lencer stimmte in seiner Begrüßung alle darauf ein, standhaft zu sein, Mut zu haben, sich jederzeit für Frieden, gegen Fremdenfeindlichkeit, gegen Antisemitismus und Rassismus einzusetzen und sich allen rechten Tendenzen entgegenzustellen.
Frau Zimmer verlass das Grußwort des Ministerpräsidenten des Freistaates Thüringen Herrn Bodo Ramelow.
Herr Oberbürgermeister Peter Kleine machte allen Baumpatinnen und Baumpaten Mut mit seiner Zusage, dass die Stadt Weimar dem Erinnerungsprojekt 1000 Buchen immer verbunden bleibt.
Herr Neumann-Thein sprach für die Gedenkstätte und würdigte das Engagement für die Erinnerungsarbeit.
Petra Pau sprach sowohl als Vizepräsidentin des deutschen Bundestages eindringliche Worte zur Verteidigung von Demokratie und Freiheit, als auch zusammen mit Gisela Plessgott, Tochter von Reinhold Lochmann als Freundin der Familie Lochmann zum Leben des ehemaligen Buchenwaldhäftlings, dessen Erinnerungsbaum ebenfalls geschändet worden ist.
Herr Julien Acquatella versicherte allen Anwesenden die Solidarität der französischen Botschaft, hob die Notwendigkeit einer gemeinsamen Erinnerungskultur von Franzosen und Deutschen hervor und erinnerte an den ehemaligen Buchenwaldhäftling Marcel Dassault.
Franka Günther sprach den Text von Enric Garriga über die Verbundenheit des IKBD, mit der wichtigen Botschaft, nicht zu schweigen, sondern laut zu rufen: No pasaran!
In Ricas Begleitung waren zwei Jugendliche vom Jugendverein Roter Baum e.V. aus Dresden. Frank Reuter trug einen Text von Elie Wiesel und ein Gedicht von Frantisek Bass (*04. April 1930, †28. Oktober 1944 in Auschwitz) vor.
Rica Gottwald sprach zu den Kindern von Buchenwald und sang zum Abschluss die Mauthausenkantate mit dem Text von Iakovos Kamanellis und der Musik von Mikis Theodorakis
Einen besseren Abschluss dieser bewegenden Veranstaltung hätte es nicht geben können.
Ich bedanke mich bei allen die bei der Vorbereitung und Durchführung geholfen haben, insbesondere bei Martina Heller, der Leiterin des Projektes 1000 Buchen, bei Franziska Jung, die als Assistentin der Geschäftlsleitung des Lebenshilfe Werks immer einsatzbereit und ansprechbar war, und dem gesamten Projektteam.
Reinhold Loch
Bruderbaum Erich LochGäste der BaumpflanzungGäste der BaumpflanzungGäste der Baumpflanzung
Die Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora/ Freundeskreis drückt ihren Abscheu und ihren Protest gegen die neofaschistischen Angriffe auf die Gedenkstätte Buchenwald aus. Am Donnerstag, 27. Oktober 2022, wurden – zum wiederholten Male – Hakenkreuz-Schmierereien und Symboliken, die mit der Thüringer neofaschistischen Szene verbunden sind, an Tafeln und Schildern der Gedenkstätte angebracht. Offenkundig sind die Arbeit der Gedenkstätte und das gesellschaftliche Erinnern an die Verbrechen des deutschen Faschismus den Neonazis so zuwider, dass sie glauben, mit solchen Schmierereien – angebracht im Schutz der Dunkelheit – Präsenz zeigen zu müssen. Vor wenigen Wochen erst mussten wir erleben, dass mit der gezielten Zerstörung von Gedenkbäumen für Häftlinge des KZ Buchenwald selbst solche Erinnerungszeichen in das Fadenkreuz der extremen Rechten kamen. Dabei können wir nicht übersehen, dass in dieser Region – aufgeheizt durch die Hetze eines Björn Höcke und seiner AfD – die extreme Rechte zunehmend mit gewalttätigen Aufmärschen Raum greift. Wir rufen alle antifaschistischen Kräfte der Zivilgesellschaft auf, sich diesen Nazi-Provokationen entgegenzustellen. Wir erwarten von den demokratischen Politikern über die Parteigrenzen hinweg, ein klares Bekenntnis gegen solche Schändungen und politischen Angriffe. Wir versichern der Gedenkstätte Buchenwald unsere Unterstützung gegen die Attacken auf ihre Arbeit.
Protest against Nazi symbols in the area of Buchenwald Concentration Camp Memorial
The Buchenwald-Dora Camp Community/ Circle of Friends expresses its disgust and protest against the neo-fascist attacks on the Buchenwald Memorial. On Thursday, 27.10.2022 – for the second time and more – swastika graffiti and symbolism associated with the Thuringian neo-fascist scene were applied to boards and signs of the memorial. Obviously, the work of the memorial and the social remembrance of the crimes of German fascism are so repugnant to the neo-Nazis that they believe they have to show their presence with such graffiti – applied under the cover of darkness. Only a few weeks ago, we had to experience that with the targeted destruction of memorial trees for prisoners of Buchenwald concentration camp, even such commemorative signs came into the crosshairs of the extreme right. We cannot overlook the fact that in this region – heated up by the agitation of Björn Höcke and his AfD – the extreme right is increasingly taking hold with violent marches. We call on all anti-fascist forces of civil society to oppose these Nazi provocations. We expect from the democratic politicians across party lines, a clear commitment against such desecrations and political attacks. We assure the Buchenwald Memorial of our support against the attacks on its work.
Seit 2015 unterstützen wir das Projekt „1000 Buchen für Buchenwald“ des Lebenshilfe-Werks Weimar/Aploda e.V. mit der Pflanzung von inzwischen 53 Erinnerungsbäumen für Häftlinge (Namensbäume) und Häftlingsgruppen (Gruppenbäume) des KZ Buchenwald. Wiederholte Schändungen und die Entwendung der Erinnerungstafeln haben uns sehr betroffen, aber auch in unserem Einsatz für die Baumpflanzungen bestärkt. Denn die Erinnerungsbäume sind ein persönlicher Gedenkort für Angehörige, Freunde und Interessierte.
Im Juli 2022 war die Schändung von 7 Erinnerungsbäumen an der Ettersburger Straße so massiv, dass das Überleben der Bäume trotz fachmännischer Soforthilfe vom Baumdoktor Prof. Grolm noch nicht gesichert ist. Die Gedenkstätte hat Strafanzeige gestellt und die solidarische Reaktion auf diese abscheulichen Taten war über Deutschland hinaus sehr groß.
So pflanzt die Stadt Weimar am 16.11.2022 sieben Partner-/Schwester-/Bruderbäume neben den geschändeten Bäumen an der Ettersburger Straße, gegenüber vom Obelisken am Beginn der Blutstraße für folgende politischen Häftlinge:
Emil Carlebach Marcel Dassault Otto Kipp Erich Loch Reinhold Lochmann August Stötzel 1600 Kinder und Jugendliche, die Buchenwald nicht überlebten
Wir danken der Stadt Weimar für die solidarische Unterstützung unseres Projektes der Namens- und Gruppenbäume, für ihr deutliches Zeichen gegen politisch motivierte Übergriffe und für ihr Verständnis für die betroffenen Familien und Baumpaten.
Am 07.12.2022 pflanzt das Lebenshilfe-Werk weitere 19 Erinnerungsbäume, finanziert durch zahlreiche Spenden. Wir danken allen Spenderinnen und Spendern für ihre solidarische Unterstützung des Projektes „1000 Buchen für Buchenwald“.
Wir werden weiter Namens- und Gruppenbäume pflanzen, um das Vermächtnis des Schwurs von Buchenwald „den Nazismus mit seinen Wurzeln auszurotten und für eine friedliche Welt zu kämpfen“ zu erfüllen.
Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora e.V. Reinhold Loch
Der Baum zu Erinnerung an Reinhold Lochmann wurde geschändet
Am 08.10.2022 fand im Kinosaal der Gedenkstätte Buchenwald eine würdige Festveranstaltung zum 75. Jahrestag der Gründung der VVN-BdA Thüringen statt. Elke Pudszuhn, langjährige Vorsitzende und jetztige Ehrenvorsitzende des Landesvorstandes und langjähriges Mitglied der LAG Buchenwald-Dora e.V., hielt ein Grußwort zu den Anwesenden. Das Grußwort der LAG Buchenwald-Dora e.V. selbst wurde vom stellvertretenden Vorsitzenden der LAG Buchenwald-Dora e.V., Andreas Retterath, überbracht. Weitere Grußworte wurden vom Stiftungsdirektor der Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora, Prof. Dr. Jens-Christian Wagner, dem Generalsekretär der FIR, Dr. Ulrich Schneider und vom Präsidenten des IKBD, Naftali Fürst überbracht. Im Rahmen der Veranstaltung wurden verdienstvollen Mitgliedern des Landesverbandes mit Urkunden gedankt. Unter ihnen war auch das langjährige Mitglied des Landesvorstandes der VVN-BdA und der LAG Buchenwald-Dora e.V., Heinz Voigt.
Die Kommandantenvilla wird seit dem 11.10.2022 von der „Lengenfelder Recycling und Abbruch GmbH“ nach Auskunft der Bauarbeiter vor Ort bis auf den Sockel von außen mit Baggern abgerissen.
Gegen diesen Abriss haben sich im Rahmen dieser Petition noch einmal neben den unzähligen Historikern und Gedenkstättenleitern aus aller Welt einige der international renommiertesten Denkmalpfleger Deutschlands ausgesprochen, darunter:
– Prof. Dr. Thomas Danzl (TU München / ICOMOS) – Prof. Dr. Gerhard Vinken (Uni Bamberg) – Prof. Dr. Markus Tubbesing (FH Potsdam) – Dipl.-Ing. Frank Pieter Hesse (ICOMOS / ehem. Leiter Denkmalschutzamt Hamburg)
Die Firma ist laut ihrer eigenen Webseite offensichtlich nicht für einen denkmalgerechten „Rückbau“ eines Einzeldenkmals qualifiziert. Offensichtlich werden auch nicht alle Auflagen der Unteren Denkmalschutzbehörde für den Rückbau erfüllt, wenn überhaupt (Dokumentation, Bergung von Teilen etc.)
Die LAG Buchenwald-Dora e.V. unterstützt die Initiative der Sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus zur Erhaltung der Kommandantenvilla im ehemaligen KZ Sachsenburg und ruft alle Antifaschisten und Antifaschistinnen und Sympathisanten und Sympathisantinnen auf, die Petition zu unterzeichnen:
Die Stadt Frankenberg hat in ihren Gremien mittlerweile alles in Bewegung gesetzt, um die Kommandantenvilla im ehemaligen KZ Sachsenburg abzureißen. Dagegen hat einer der am Wettbewerb beteiligten Architekt*innen Alexander Pellnitz eine Petition gestartet. Zudem gibt es ein Video mit einem von Anke Binnewerg moderierten Gespräch mit Prof. Dr. Thomas Danzl von der TU München und Prof. Dr. Jens-Christian Wagner von der Stiftung KZ-Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Darin sind nochmal Stellungnahmen zu hören, die gegen den Abriss des Gebäudes argumentieren.