Gedenken an die Ermordung Suhler Antifaschisten vor 75 Jahren

28. März 2020

Vor 75 Jahren, am 5. April 1945, ist für die Menschen der Städte Suhl und Zella-Mehlis der Krieg zu Ende. Die amerikanischen Truppen unter General Patton sind auf dem Vormarsch nach Weimar. Die Häftlinge des KZ Buchenwald setzen einen Funkspruch ab: SOS, die SS will uns liquidieren und die Amerikaner funken zurück…aushalten, wir kommen.

Doch bis Weimar den Amerikanern kampflos in die Hände fällt, wütet die Gestapo, SS und Kriegsmaschinerie weiter. Gedenken an die Ermordung Suhler Antifaschisten vor 75 Jahren weiterlesen »

Corona-Virus und internationale antifaschistische Arbeit

17. März 2020

Mit großer Sorge verfolgen die FIR und ihre Mitgliedsverbände die aktuelle Ausbreitung des Corona-Virus in Europa. Wir sind nicht nur besorgt wegen der die gesamte Gesellschaft erfassenden gesundheitlichen Aspekte, sondern weil diese Pandemie in vielfältiger Form die antifaschistische und Erinnerungsarbeit der FIR und aller Mitgliedsverbände betrifft. Corona-Virus und internationale antifaschistische Arbeit weiterlesen »

Esther Bejarano: offener Brief an die Regierenden und alle Menschen, die aus der Geschichte lernen wollen

29. Januar 2020

Esther Bejarano, Überlebende der KZ Auschwitz und Ravensbrück zum 27. Januar 2020: Dass Auschwitz nie wieder sei – und dieses Land sich ändern muss

Falls man dem Menschen die Möglichkeit geben will, aus der Geschichte zu lernen, wäre die erste Voraussetzung, dass er sich dieser Geschichte erinnert. Aber leider vergisst er so leicht, und oft vergisst er gerade die entscheidenden Lektionen.
(Lukas Bärfuss, Büchner-Preis-Rede 2019)

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin
und alle, die wollen, dass Auschwitz nie wieder sei!

Wo stehen wir – dieses Land, diese Gesellschaft – 75 Jahre nach der Befreiung des KZ Auschwitz durch die Rote Armee? Esther Bejarano: offener Brief an die Regierenden und alle Menschen, die aus der Geschichte lernen wollen weiterlesen »

Antifaschismus muss gemeinnützig bleiben! Schwerer Angriff auf die VVN-BdA

22. November 2019

Am 4. November hat das Finanzamt für Körperschaften I des Landes Berlin der Bundesvereinigung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) e.V. die Gemeinnützigkeit entzogen. Damit verbunden sind vorerst Steuernachforderungen in fünfstelliger Höhe, die noch in diesem Jahr fällig werden. Weitere erhebliche Nachforderungen sind zu erwarten und auch zukünftig drohen wesentlich höhere steuerliche Belastungen. Damit ist die VVN-BdA in ihrer Existenz bedroht. Antifaschismus muss gemeinnützig bleiben! Schwerer Angriff auf die VVN-BdA weiterlesen »

Nachruf: Leo Kuntz

19. November 2019

LEO KUNTZ
16. April 1926 – 28. Oktober 2019

Mit Betroffenheit müssen wir der Tod des Mitglieds der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora, Leo Kuntz, zur Kenntnis nehmen. Nachruf: Leo Kuntz weiterlesen »

ERKLÄRUNG DES IKBD ÜBER DIE ENTSCHLIESSEUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 19.9.2019 ÜBER DIE BEDEUTUNG DER ERINNERUNG AN DIE EUROPÄISCHE VERGANGENHEIT FÜR DIE ZUKUNFT EUROPAS

8. Oktober 2019

Comité International Buchenwald Dora. International Committee Buchenwald Dora.
Internationales Komitee Buchenwald Dora –

ERKLÄRUNG DES IKBD ÜBER DIE ENTSCHLIESSEUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 19.9.2019 ÜBER DIE BEDEUTUNG DER ERINNERUNG AN DIE EUROPÄISCHE VERGANGENHEIT FÜR DIE ZUKUNFT EUROPAS
Das Internationale Komitee Buchenwald Dora und Kommandos (IKBD) äußert seine tiefe Besorgnis über die Entschließung des Europäischen Parlaments vom 19. 09.2019 zur Bedeutung der Erinnerung an die europäische Vergangenheit für die Zukunft Europas. ERKLÄRUNG DES IKBD ÜBER DIE ENTSCHLIESSEUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS VOM 19.9.2019 ÜBER DIE BEDEUTUNG DER ERINNERUNG AN DIE EUROPÄISCHE VERGANGENHEIT FÜR DIE ZUKUNFT EUROPAS weiterlesen »

Nachruf Hans Retterath

7. August 2019

Nachruf Hans Retterath * 18. Dezember 1926 † 3. August 2019

In einer Zeitzer Arbeiterfamilie geboren, erlebte Hans als Kind faschistischen Terror.
Der Vater war 1933 verhaftet worden und wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu Zuchthaus verurteilt, kam nach Verbüßung der Strafe als politischer Häftling in das KZ Lichtenburg, später nach Buchenwald. Er gehörte zu jenen, die die Selbstbefreiung der Häftlinge vorbereiteten und leistete mit den Überlebenden 1945 den Schwur von Buchenwald. Die Mutter, wegen Hochverrats zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, sorgte nach ihre Entlassung alleinstehend für ihre drei Kinder.

Um Hans kümmerten sich zeitweise Verwandte in Booßen bei Frankfurt (Oder), wo er auch zur Schule ging. Nach Beendigung der Volksschule erlernte er den Beruf Elektroinstallateur. Im Juni 1944 wurde er zur faschistischen Wehrmacht einberufen und geriet im Februar 1945 in amerikanische Gefangenschaft, aus der er Ende Oktober 1946 entlassen wurde. Nach Zeitz zurückgekehrt, arbeitete er wieder in seinem Beruf, organisierte sich gewerkschaftlich und wurde Mitglied der SED. Schnell entwickelte er sich zunächst zum ehrenamtlichen, später hauptamtlichen Gewerkschaftsfunktionär auf verschiedenen Ebenen. Nachruf Hans Retterath weiterlesen »

Dokumentation »Die Frauen des KZ Buchenwald« in 2. erweiterter Auflage erschienen

17. April 2019

Zum zehnten Treffen der Nachkommen, anlässlich des 74. Jahrestages der Selbstbefreiung der Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald am 14. April 2019, erschien die zweite, erweiterte Auflage der viel beachteten Dokumentation »Die Frauen des KZ Buchenwald«, herausgegeben von der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora.

Das Konzentrationslager Buchenwald wird in der Historiografie wie in der Öffentlichkeit überwiegend als Lager ausschließlich für Männer wahrgenommen. Jedoch gehören nahezu 27000 Frauen gemäß SS-Statistik am 15. Januar 1945 zum KZ Buchenwald. Sie waren gezwungen, in 27 Außenkommandos Sklavenarbeit zumeist in der Rüstungsindustrie zu leisten. Die Frauen dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Dokumentation »Die Frauen des KZ Buchenwald« in 2. erweiterter Auflage erschienen weiterlesen »

X. Treffen der Nachkommen, 14. April 2019, Gedenkstätte KZ Buchenwald

17. April 2019

Anlässlich des 74. Jahrestages der Selbstbefreiung der Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald fand im Kinosaal der Gedenkstätte das zehnte Treffen der Nachkommen statt, zu dem die Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora eingeladen hatte. Über 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen die Einladung zu diesem Treffen wahr, das unter dem Thema »Das KZ Buchenwald nach dem Beginn des Krieges am 1. September 1939« stand. X. Treffen der Nachkommen, 14. April 2019, Gedenkstätte KZ Buchenwald weiterlesen »

Erklärung zum X. Treffen der Nachkommen

17. April 2019

Mit dem Beginn des Krieges am 1. September 1939 begann eine lange vorbereitete neue Phase der Entwicklung des Hitler-faschismus. Der entfachte Weltenbrand beförderte Kriegs- und Menschheitsverbrechen in bisher nicht gekannter Grausamkeit. Im Konzentrationslager Buchenwald wurden Juden und Polen Opfer erster Massenmordaktionen der SS. In der für Polen eingerich- teten Sonderzone am Appellplatz starben Hunderte.
»Herrenmenschen« maßten sich an, über »wertes und unwertes« Leben zu entscheiden. Erklärung zum X. Treffen der Nachkommen weiterlesen »

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