Nachruf: Heinrich Fink

3. Juli 2020

Wir trauern um
Professor Dr. Heinrich Fink
Ehrenvorsitzender der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA),
Mitglied der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora (LAG).

Heinrich Fink starb am 1. Juli 2020 fünfundachtzigjährig in Berlin.
Wir bekunden seiner Ehefrau Ilsegret und den Angehörigen der Familie unsere tief empfundene Anteilnahme. Nachruf: Heinrich Fink weiterlesen »

Bertrand Herz, Ehrenpräsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos, zum 8. Mai 2020

3. Mai 2020

Mein Großvater, der deutsche Jude Rudolf Herz, ist in den 1880er Jahren nach Frankreich umgezogen und hat die französische Staatsbürgerschaft angenommen. Seine drei Kinder, darunter mein Vater Willy, wurden in Paris geboren und wurden 1895 durch einen Verwaltungsakt französische Staatsbürger.
Mein Vater Willy Herz (geb. 1883) war Ingenieur bei  Alsthom und hat an der Elektrifizierung des Schienennetzes mitgewirkt. Bertrand Herz, Ehrenpräsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos, zum 8. Mai 2020 weiterlesen »

Virtuelles Buchenwald-Gedenken 2020: Kiel

18. April 2020

Die VVN-BdA Kiel erinnerte am Gedenkort „Arbeitserziehungslager Nordmark“. Im Juni 1944 errichtete die Gestapo am Russee das Lager. Bis zum 4. Mai 1945 wurden dort 4.000 bis 5.000 Zwangsarbeiter inhaftiert, von denen mindestens 578 ums Leben kamen. Zwei Drittel aller Häftlinge des „AEL Nordmark“ kamen aus der Sowjetunion oder Polen, Deutsche und Österreicher stellten lediglich eine Minderheit unter den Lagerinsassen dar.
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Virtuelles Buchenwald-Gedenken 2020: Augsburg

18. April 2020

In Augsburg erinnerten VVN-Mitglieder am „Denkort Halle 116“ auf der ehemaligen amerikanischen Sheridan Kaserne. Dieses Gebäude, im Rahmen der Kriegsvorbereitung 1936/37 errichtet, wurde Anfang Mai 1944 zum KZ Außenlager von Dachau umfunktioniert. Im Lager waren bis zu 2.000 männliche KZ-Häftlinge untergebracht, die vor allem in den Werkshallen der Messerschmitt AG an der Haunstetter Straße Zwangsarbeit leisten mussten. Manche wurden auch in der Stadt und bei der Reichsbahn, etwa zu Aufräumarbeiten oder bei der Bombenentschärfung, eingesetzt. Die Häftlinge stammten vor allem aus der Sowjetunion und Polen, einige auch aus Italien, Frankreich oder Deutschland. Ab November kamen auch polnische und ungarische Juden ins Lager. Virtuelles Buchenwald-Gedenken 2020: Augsburg weiterlesen »

Virtuelles Buchenwald-Gedenken 2020: KZ Katzbach (Hessen)

18. April 2020

Auch im Rhein-Main-Gebiet befanden sich mehrere Außenlager des KZ Buchenwald. Das größte war das KZ Katzbach in den Frankfurter Adlerwerken. Zwar war das Lager im Laufe der Zeit unterschiedlichen Stammlagern zugeordnet, beim Heranrücken der alliierten Streitkräfte wurden die Häftlinge jedoch auf Todesmarsch in Richtung KZ Buchenwald geschickt. Virtuelles Buchenwald-Gedenken 2020: KZ Katzbach (Hessen) weiterlesen »

Virtuelles Buchenwald-Gedenken 2020: Walldorf (Hessen)

18. April 2020

Das KZ Walldorf war ein KZ-Außenlager in Walldorf (Hessen), jetzt Stadtteil von Mörfelden-Walldorf. Es handelte sich um ein Außenlager des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof im Elsass und bestand vom 23. August bis 24. November 1944. Dieses Konzentrationslager war Teil der sogenannten Endlösung für ungarische Juden nach der Besetzung des Landes am 19. März 1944 und der nachfolgenden Deportationen. Die KZ-Häftlinge leisteten Zwangsarbeit am Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main, dem heutigen Flughafen Frankfurt am Main. Diese Arbeiten am Flugplatz (Bauvorhaben Rhein-Main ME 163 B) waren als „kriegsentscheidend“ eingestuft worden. Virtuelles Buchenwald-Gedenken 2020: Walldorf (Hessen) weiterlesen »

Virtuelles Buchenwald-Gedenken 2020: Bremen

18. April 2020

Gedenken an das Konzentrationslager Bremen-Mißler

Die VVN-BdA Bremen beteiligte sich am Buchenwald-Gedenken 2020 mit Aktionen an zwei markanten Stellen im Stadtteil Findorff.
Zum einen erinnerte man an das frühe Konzentrationslager Mißler, das bereits Ende März 1933 auf Veranlassung des Innensenators und SA-Sturmbannführers Theodor Laue in den ehemaligen Auswandererhallen der Auswandereragentur Friedrich Mißler im Bremer Stadtteil Findorff angelegt worden war. Heute erinnern nur noch zwei Erinnerungsplatten an das ehemalige KZ. Virtuelles Buchenwald-Gedenken 2020: Bremen weiterlesen »

Virtuelles Buchenwald-Gedenken 2020: Leipzig

18. April 2020

Leipzig: Rüstungsindustrie und KZ Außenlager

Gedenken am KZ Schönau

In Leipzig waren schon vor 1933 metallverarbeitende Unternehmen wie die Hugo Schneider Aktiengesellschaft (HASAG) oder die Allgemeine Transportanlagen-Gesellschaft (ATG) mit großen Produktionsstätten ansässig. Mit Kriegsbeginn stellten sie ihre Produktion auf Rüstungsgüter, vor allem Flugzeugteile um. Dabei setzten sie zunächst vor allem ausländische zivile Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene ein. Ab 1943 wurden KZ-Häftlinge zur Zwangsarbeit herangezogen. Ein System von KZ-Außenlagern entstand – eines davon in der Schönauer Lindenallee (heute Parkallee). Im KZ-Außenlager „Leipzig-Schönau“ waren ab Sommer 1944 etwa 500 ungarische Jüdinnen interniert. Die Frauen und Mädchen mussten in der Flugzeugproduktion der ATG arbeiten. Das Lager unterstand bis Kriegsende als Außenlager dem KZ Buchenwald. Virtuelles Buchenwald-Gedenken 2020: Leipzig weiterlesen »

Virtuelles Buchenwald-Gedenken 2020: Essen

18. April 2020

Buchenwald Außenkommandos in Essen

Die Firma Krupp Essen forderte 1944 für den Einsatz in den Krupp-Werken Essen 2.000 Männer bei der SS an, mussten sich jedoch mit 520 jüdischen Ungarinnen zwischen 12 und 25 Jahren zufriedengeben, die in Auschwitz als „arbeitsfähig“ selektiert worden waren. Sie kamen in ein Barackenlager in Essen-Fulerum an der Humboldtstraße, arbeiten mussten sie im Krupp-Walzwerk II. Als die US-Truppen im März 1945 auf Essen vorstießen, sollten die Frauen ins KZ Buchenwald zurückgeschickt werden. Da das Stammlager jedoch ein reines Männerlager war, wurden sie ins KZ Bergen-Belsen überstellt. Virtuelles Buchenwald-Gedenken 2020: Essen weiterlesen »

Virtuelles Buchenwald-Gedenken 2020: Kassel

18. April 2020

Gedenken in Kassel Drei Eichen

Ab Juli 1943 existierte im Druseltal 85 ein Außenkommando des KZ Buchenwald. Jeweils gut 150 Häftlinge mussten dort Erd- und Bauarbeiten für den Höheren SS- und Polizeiführer Josias Erbprinz zu Waldeck und Pyrmont erledigen. Die eigentliche Baustelle lag in Wilhelmshöhe, Drei Eichen. Die Existenz des Lagers war für die Kasseler Öffentlichkeit durchaus sichtbar. „In den Ruinen im zerstörten Kassel hatten Häftlinge die noch brauchbaren Heizkörper, Heizkessel, Waschbecken und alles noch Brauchbare aus den Kellern zu sammeln für die Neu- und Umbauten des SS- und Polizeiführers auf der Wilhelmshöhe“, berichtet der ehemalige Häftling Martin Grünwiedl. Virtuelles Buchenwald-Gedenken 2020: Kassel weiterlesen »

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