»Einspruch!« – Notizen von einer Konferenz der VVN-BdA

29. April 2010

»Einspruch!« – Notizen von einer Konferenz der VVN-BdA

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen«, prangte vom Transparent hinter der Podiumsbühne des Audi Max der Humboldt-Universität zu Berlin. Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten haben zu einer zweitägigen geschichtspolitischen Konferenz anlässlich des 8. Mai geladen, die (trotz herrlichem Wetter) erstaunlich stark und – ebenso erfreulich – hälftig von jungen Leuten besucht worden ist. Es könne und dürfe keine Relativierung und Bagatellisierung der Verbrechen des Faschismus geben, so der Konsens. Eine Gleichsetzung der Nazidiktatur mit der DDR verbiete sich.
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Erklärung der FIR zum 8. Mai 2010

19. April 2010

Vor 65 Jahren erlebte die Menschheit am 8.Mai 1945 die endgültige militärische Zerschlagung des deutschen Faschismus. Dieses Datum markiert den Sieg über das menschenverachtenden Regimes des Hitler-Faschismus,
· das politische Gegner und Andersdenkende ausgrenzte, verfolgte und inhaftiert,
· das Menschen allein aus einer konstruierten Rassezugehörigkeit als Juden, als Sinti und Roma, als Slawen millionenfach ermordete,
· das alle Nachbarstaaten in Europa und selbst Länder und Völker in anderen Teilen der Welt mit Krieg, Okkupation und Vernichtung überzog, ein Krieg, der mehr als 50 Millionen Menschen das Leben kostete. Erklärung der FIR zum 8. Mai 2010 weiterlesen »

Rede von Bertrand Herz

17. April 2010

Es gilt das gesprochene Wort

Die Mitglieder des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos haben sich hier anläßlich des 65. Jahrestages der Befreiung des nazistischen Konzentrationslagers Buchenwald versammelt und gedenken all ihrer toten Kameraden. Rede von Bertrand Herz weiterlesen »

Rede von Christoph Matschie

17. April 2010

Es gilt das gesprochene Wort

Sehr geehrter Herr Bertrand Herz,
verehrte ehemalige Gefangene hier in Buchenwald,
besonders auch sehr geehrter Herr Semprún,
Sehr geehrte Veteranen der 3. US-Armee,
Herr Bundestagspräsident,
Abgeordnete aus Bundestag und Thüringer Landtag,
Frau Ministerpräsidentin,
meine Damen und Herren,

heute ist ein „Tag der Freiheit“. Es ist ein Freudentag und zugleich ein Tag der Erinnerung an das dunkelste Kapitel unserer Geschichte. Unsere Gedanken sind bei den Ermordeten. Mein Respekt ist bei den Überlebenden. Rede von Christoph Matschie weiterlesen »

Rede von Christine Lieberknecht

17. April 2010

Es gilt das gesprochene Wort

Ich begrüße ganz herzlich den Präsidenten des Deutschen Bundestages, Herrn Prof. Lammert
Herrn Minister und Stiftungsratsvorsitzenden Matschie.
Und vor allem Sie, meine Damen und Herren ehemalige Buchenwald-Häftlinge, rund 87 an der Zahl, die Sie aus aller Welt mit Ihren Angehörigen angereist sind,
darunter ganz besonders die beiden heutigen Redner, Sie lieber Herr Präsident Betrand Herz und Sie, lieber Herr Jorge Semprun. Rede von Christine Lieberknecht weiterlesen »

Rede von Prof. Dr. Norbert Lammert

17. April 2010

Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert nannte in seiner Rede auf dem ehemaligen Appellplatz in der Gedenstätte Buchenwald die Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft das schrecklichste, grausamste und sinnloseste Kapitel der Menschheitsgeschichte, das vor 65 Jahren für die Häftlinge von Buchenwald mit ihrer Befreiung zu Ende ging. Die befreiten Häftlinge hatten die staatlich verordnete Menschenvernichtung überlebt. 38.000 der insgesamt 56.000 in Buchenwald getöteten Opfer sind namentlich bekannt. Das Leben der Häftlinge, sagte Lammert, hing davon ab, ob sie Zwangsarbeit leisten konnten. Das traf auch auf die Kinder im Lager Buchenwald zu. Ab Mitte 1944 seien immer mehr Kinder aus den Lagern im Osten nach Buchenwald gekommen. Das jüngste war zweieinhalb Jahre alt. Durch die mutige Hilfe und die unmittelbare Zuwendung der Mithäftlinge konnten 904 Kinder die Schrecken des Lagers überleben. Ohne diese Hilfe und Zuwendung hätten die Kinder die Befreiung nicht erlebt, sagte Lammert weiter. Rede von Prof. Dr. Norbert Lammert weiterlesen »

Rede von Jorge Semprún

17. April 2010

Es gilt das gesprochene Wort
Am 11. April 1945 – also vor fünfundsechzig Jahren – fuhr ein Jeep der amerikanischen Armee vor das Eingangstor des Konzentrationslagers Buchenwald.

Zwei Männer sprangen herunter.

Über einen der beiden weiß man nicht viel. Die zur Verfügung stehenden Dokumente erklären kaum etwas. Fest steht lediglich, dass es sich um einen Zivilisten handelt. Aber: warum war er da, in der Vorhut der Sechsten Panzerdivision des nordamerikanischen Militärs unter Führung von General Patton? Welchen Beruf übt er aus? Was ist seine Aufgabe? Ist er vielleicht Journalist? Oder, vermutlich wahrscheinlicher, ist er Experte oder Zivilberater eines militärischen Informations- und Aufklärungsdienstes? Rede von Jorge Semprún weiterlesen »

Rede von Rebecca Rinas

17. April 2010

Es gilt das gesprochene Wort

Zuerst möchte ich sagen, wie sehr ich den Besuch unserer anwesenden Gäste schätze, die zu dieser Veranstaltung heute kommen konnten, und ich will Sie herzlich in der Gedenkstätte begrüßen. Die Möglichkeit, Sie und Ihre Familien in den letzten paar Tagen kennen zu lernen und das Zusammenkommen von Leuten aus der ganzen Welt erleben zu können, ist bisher eine unvergessliche Erfahrung für mich gewesen. Rede von Rebecca Rinas weiterlesen »

Begegnungen auf dem Ettersberg

16. April 2010

Von der medialen Öffentlichkeit weniger wahr- oder vorsätzlich nicht zur Kenntnis genommen, trafen sich am 11. April anlässlich des Gedenkens an die Selbstbefreiung des Konzentrationslagers Buchenwald ehemalige Häftlinge und hinterbliebene Angehörige.

Im Kinosaal der Gedenkstätte waren nahezu alle der dreihundert Plätze besetzt. Die Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora (LAG) hatte zu dieser Zusammenkunft eingeladen, die dank einer erfolgreichen Unterstützungskampagne möglich wurde. Emotional sehr berührt trafen sich Angehörige, Töchter und Söhne, Enkel ehemaliger Buchenwalder. Als das Buchenwaldlied erklang, erhoben sich alle von ihren Plätzen, um so dessen zu gedenken, was hier vor fünfundsechzig Jahren geschehen war. Begegnungen auf dem Ettersberg weiterlesen »

Erklärung zum 65. Jahrestag der Befreiung von Buchenwald

16. April 2010

    Ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald,
    hinterbliebene Angehörige, Kinder, Enkel …,
    Antifaschistinnen und Antifaschisten,
    die sich dem Schwur von Buchenwald verpflichtet fühlen,

trafen sich am 11. April 2010, dem 65. Jahrestag der Selbstbefreiung des Konzentrationslagers Buchenwald, auf dem Ettersberg bei Weimar.

Das Vermächtnis der ehemaligen Buchenwalder Häftlinge zu bewahren, ist uns Bedürfnis und Aufgabe, weil wir Frieden, Demokratie und Freiheit als für die Menschheit lebensnotwendig halten. Erklärung zum 65. Jahrestag der Befreiung von Buchenwald weiterlesen »

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